Wir haben einen kleinen Garten, gut 200 Quadratmeter, davon etwa ein Drittel Beet. Im Sommer wurde das mit Leitungswasser gegossen, und ich hatte nie darüber nachgedacht, was das kostet.
Was Gießwasser kostet
Bei uns liegt der Frischwasserpreis mit Abwassergebühr zusammen bei ungefähr 4,60 Euro pro Kubikmeter. In einem trockenen Sommer kommen für den Garten leicht 12 bis 15 Kubikmeter zusammen — also etwa 55 bis 70 Euro.
Ein Detail, das viele übersehen: In manchen Gemeinden wird die Abwassergebühr nach dem Frischwasser berechnet, auch für Wasser, das im Garten versickert. Es gibt dafür teilweise die Möglichkeit, einen separaten Gartenwasserzähler setzen zu lassen. Bei uns kostet der eine jährliche Gebühr, die sich erst ab einem größeren Verbrauch lohnt — bei unserer Gartengröße rechnete es sich nicht.
Was wir gebaut haben
Eine 300-Liter-Tonne am Fallrohr der Garage, mit einem Regensammler, der in das Fallrohr eingesetzt wird. Der Sammler filtert grob und leitet bei voller Tonne automatisch am Überlauf vorbei zurück ins Rohr.
Kosten: Tonne 79 Euro, Regensammler 25 Euro, Hahn und Anschluss 14 Euro. Zusammen 118 Euro. Aufbau: anderthalb Stunden, davon eine Stunde für das saubere Anzeichnen und Bohren am Fallrohr.
Was sie tatsächlich bringt
Eine 300-Liter-Tonne ist nach einem ordentlichen Regen voll und nach zwei Gießgängen leer. Das klingt nach wenig. Über eine Saison hat sie bei uns aber rund 5 bis 6 Kubikmeter ersetzt, weil sie sich immer wieder füllt — im Allgäu regnet es zuverlässig genug dafür.
Das sind grob 25 bis 28 Euro pro Saison. Nach etwa zwei Jahren war die Anschaffung wieder drin. Kein spektakulärer Betrag, aber die Tonne läuft seitdem ohne jeden Aufwand weiter.
Der Punkt, der mir wichtiger ist als das Geld
Regenwasser ist kalkfrei und hat Umgebungstemperatur. Die Hortensien und die Tomaten quittieren das sichtbar, und die Gießkanne muss nicht erst zehn Minuten in der Sonne stehen.
Was ich anders machen würde
Größer bauen. 300 Liter sind schnell weg, und der Mehrpreis für eine 500- oder 750-Liter-Tonne ist gering. Der begrenzende Faktor ist der Platz, nicht das Geld — und den Platz hätte ich mit etwas mehr Nachdenken auch für die größere Variante gefunden.
Außerdem: einen Deckel, der wirklich dicht schließt. Wir hatten im ersten Sommer Mückenlarven in der Tonne, was mit einem passenden Deckel und einem Stück Fliegengitter am Zulauf erledigt war.