Wie wir Weihnachten aus dem Dezember herausgerechnet haben

Veröffentlicht am 4 August 2026 von Wolfgang Steck in Haushalt & Budget · 2 Min. Lesezeit

Weihnachten hat uns jahrelang jeden Januar überrascht, obwohl der Termin bekannt ist. Der Kontoauszug sah im Januar immer aus, als hätte jemand anderes unser Konto benutzt.

Was Weihnachten bei uns tatsächlich kostet

Ich habe es einmal zusammengerechnet, für ein durchschnittliches Jahr:

  • Geschenke Familie: rund 340 Euro
  • Geschenke Patenkinder und Freunde: 120 Euro
  • Essen über die Feiertage, inklusive der Einladung am zweiten Feiertag: 180 Euro
  • Baum, Deko, Kerzen: 70 Euro
  • Fahrten zu beiden Familien: rund 90 Euro

Zusammen etwa 800 Euro. Verteilt auf zwölf Monate sind das 67 Euro. Das ist ein Betrag, der im Alltag nicht auffällt. In einem einzelnen Monat ist es ein halbes Nettogehalt.

Die Umstellung

Seit drei Jahren geht am Monatsersten ein Dauerauftrag über 70 Euro auf ein separates Unterkonto. Im November stehen dort 840 Euro. Alles, was mit Weihnachten zu tun hat, wird von dort bezahlt.

Der Effekt ist nicht, dass wir weniger ausgeben. Der Effekt ist, dass es im Dezember keine Entscheidung mehr ist, ob wir es uns leisten — das ist im Januar davor entschieden worden.

Was noch dazugekommen ist

Ich habe im gleichen Zug alle wiederkehrenden Jahreszahlungen auf dieselbe Logik gebracht: Kfz-Versicherung, Grundsteuer, Schornsteinfeger, der Vereinsbeitrag, der Urlaub. Zusammengerechnet und durch zwölf geteilt sind das bei uns 218 Euro im Monat, die auf das Rücklagenkonto gehen.

Damit gibt es im ganzen Jahr keinen Monat mehr, in dem eine erwartbare Rechnung wehtut. Die Kfz-Versicherung im Januar war früher der zweite Schlag nach Weihnachten.

Was ich unterschätzt hatte

Wie viel ruhiger der Dezember dadurch wird. Das klingt nach einem Nebeneffekt und ist inzwischen der Hauptgrund. Die Diskussionen darüber, ob ein Geschenk zu teuer ist, haben aufgehört — nicht weil mehr Geld da wäre, sondern weil der Rahmen vorher feststeht und niemand ihn im Laden neu verhandeln muss.

Der Betrag wird übrigens jedes Jahr im Januar überprüft. Nach dem ersten Durchgang haben wir ihn von 60 auf 70 Euro erhöht, weil 720 Euro knapp waren.

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