Smart Meter im Altbau: Was der Einbau bei uns bedeutet hat

Veröffentlicht am 31 März 2026 von Wolfgang Steck in Strom & Gas · 2 Min. Lesezeit

Im Februar lag ein Brief vom Netzbetreiber im Kasten: Der Zähler im Keller wird getauscht, Termin in drei Wochen, Anwesenheit erforderlich. Ich hatte dazu ungefähr null Wissen und entsprechend gemischte Gefühle.

Was genau eingebaut wurde

Bei uns kam eine moderne Messeinrichtung — ein digitaler Zähler ohne Kommunikationsmodul. Das ist nicht dasselbe wie ein intelligentes Messsystem, das die Werte selbst übermittelt. Der Unterschied ist wichtig, weil beide unterschiedlich viel kosten und weil nur das zweite tatsächlich fernausgelesen wird.

Der Einbau selbst dauerte keine zwanzig Minuten. Der Monteur hat den alten Drehscheibenzähler abgeklemmt, den neuen gesetzt, beide Zählerstände protokolliert und mir einen Durchschlag dagelassen. Diesen Zettel habe ich fotografiert und in den Ordner gelegt — es ist der Beleg dafür, mit welchem Stand die alte Abrechnung endet.

Was es kostet

Für die moderne Messeinrichtung gibt es eine gesetzliche Obergrenze beim jährlichen Entgelt, und die liegt niedrig genug, dass es auf unserer Rechnung kaum auffällt. Beim intelligenten Messsystem ist der Betrag höher und hängt vom Jahresverbrauch ab. Der Punkt, an dem ich hätte aufpassen müssen: Das Entgelt taucht nicht beim Stromanbieter auf, sondern beim Messstellenbetreiber, und das kann derselbe sein oder eben nicht. Bei uns steht es als eigene Zeile auf der Jahresabrechnung.

Was sich im Alltag geändert hat

Ehrlich: wenig. Das Display zeigt neben dem Gesamtzählerstand auch historische Werte für die letzten Tage, Wochen und Monate. Dafür braucht man allerdings eine PIN, die man beim Netzbetreiber anfordern muss — ohne sie sieht man nur den Gesamtstand.

Diese PIN habe ich mir schriftlich schicken lassen, und seitdem ist die Historie tatsächlich nützlich. Ich konnte damit zum Beispiel sehen, dass unser Verbrauch an den Tagen, an denen der alte Heizungspumpen-Ersatz lief, spürbar über dem Durchschnitt lag. Das war der Anstoß für einen anderen Beitrag.

Was ich vorher gerne gewusst hätte

Dass man dem Einbau nicht widersprechen kann. Der Rollout ist gesetzlich geregelt, der grundzuständige Messstellenbetreiber tauscht turnusmäßig, und Diskussionen darüber führen zu nichts. Was man beeinflussen kann, ist der Termin und — bei intelligenten Messsystemen — die Wahl eines anderen Messstellenbetreibers. Für unseren Fall war beides nicht relevant.

Unterm Strich: unspektakulär, günstiger als befürchtet, und die Verbrauchshistorie im Display ist das erste Mal, dass ich unseren Verbrauch tagesgenau sehen kann, ohne selbst in den Keller zu laufen.

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